Konzept

Bürgerbeteiligung

Immer eine offene Tür

Das Green-Team hat seinen Sitz im ehemaligen Haus des Gastes in der Bahnhofstraße 19, mitten im künftigen Landesgartenschau-Gelände. Hier können die Bürgerinnen und Bürger die Pläne einsehen von Montag bis Freitag 9 bis 16 und Donnerstag bis 18 Uhr. In der neuen Geschäftsstelle ist genügend Platz für das Team, das in den kommenden Jahren mit mehr und mehr Aufgaben betraut wird. ...

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Bürgerbeteiligung Jugend und Kinder

„Wir bauen nicht für uns, sondern für die nächste Generation.“ Roland Leitner, Geschäftsführer der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, brachte es auf den Punkt und deshalb luden LGS GmbH und die Stadt Überlingen Kinder, Jugendliche und Vertreter von Jugendorganisationen zu zwei Bürgerbeteiligungen ein. Die jungen Überlingerinnen und Überlinger konnten sich einbringen: bei der Kinderbeteiligung Spiellandschaft, die im Uferpark realisiert wird und zu der es bisher nur Entwurfsskizzen gibt, und bei der Beteiligung der Jugend zur Nutzung des Uferparks nach 2020.

 

Bei der Gestaltung der zentralen Spiellandschaft im Uferpark waren die künftigen Nutzer gefragt, und die ließen sich nicht lange bitten.Rutschen, Sandkasten und Klettergerüst standen auf dem Wunschzettel. Seilbahn, Schaukel, Wippe, Blumengärtchen, Geheimnisecke, Sandkasten mit Sonnensegel, Karussell, ein Eichhörnchen, auf dem man sitzen kann, ebenfalls. Aber auch eine spektakuläre Achterbahn unter Wasser, eine Schiffschaukel oder ein Piratenschiff. Der Fantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt beim Auftakt der Bürgerbeteiligung Kinder und Familien im Bonhoefferhaus.

 

Nach dem Bonhoefferhaus waren noch drei weitere Überlinger Einrichtungen an der Reihe. Außerdem kamen die Grundschüler bei einer Veranstaltung in der „Rampe“ zu Wort. Das Büro relaisLA, das den Uferpark plant, wird die Anregungen der Kinder, Eltern und Erzieherinnen nach Möglichkeit in den Planungsprozess einfließen lassen.

 

Bisher gibt es nur erste Ideen 

Landschaftsarchitektin Marianne Mommsen hat bei ihren ersten Entwurfsideen mit Elementen des Bodensees gespielt, mit segelnden Lädinen, dem Bootsbau und der Fischerei. Balancieren, rutschen, sehen, hören, sandeln, verstecken, sitzen, wippen, schaukeln, hangeln und klettern sollen die Kinder können. Dafür schlägt sie unter anderem Fischernetze vor, Holzfässer oder wippende Boote. Den „Fischernetzen“ werden Wipptiere und Sitzelemente in Form der befischten Arten des Bodensees zugeordnet. Die „Bootsflotte“ aus niedrigen Holzdecks, Masten und Kletternetzen bietet Raum zum Rollenwechsel zum Pirat oder Entdecker. Die Bereiche der „Bootswerft“ bieten unter anderem Raum zum Balancieren, Rutschen und Verstecken. Der Spielplatz „Lädi“ entsteht im zentralen Parkbereich in der Nähe des Stellwerks.

 

LGS-Poly für die Jugend entwickelt

 Auftakt der Jugendbeteiligung war eine Baustellenbegehung. Dann ging es in der Rampe an die Spieltische, wo schon die bunten LGS-Enten als Spielfiguren auf die Akteure warteten. 32 Mädchen und Jungen im Alter zwischen elf und 18 Jahren von der Franz-Sales-Wocheler-Schule, der Gemeinschaftsschule Wiestorschule, der Realschule, dem Gymnasium, der Janusz-Korczak-Schule Linzgau und der Waldorfschule bildeten sechs Teams mit jeweils sechs Spielern. Jeder bekam ein Startguthaben und durfte damit seine Spielfelder bewerten.

 

Anders als beim Monopoly ging es aber nicht darum, möglichst viel zu kaufen, sondern möglichst viele gute Argumente zu finden für beispielsweise ein Beachvolleyballfeld, Grillstellen, Beach Area, eine kleine Bühne oder einen überdachten Treffpunkt. „Wer einen Punkt auf ein Spielfeld setzte, musste genau begründen, warum er dieses Projekt gut findet. Cool und super reichen nicht als Argumentation“, so Juan Diabuno bei der Einleitung. Bei den freien Ideen kamen Anregungen wie: Designer Café mit freiem WLAN, Hängematten, Badmintonnetze, Tische und Stühle aus Holz, Basketballfeld, Fußballtorwand oder Barfußpfad.

 

Was im Uferpark keinen Platz findet, kann möglicherweise auf dem Seesportplatz, der umgestaltet werden soll, realisiert werden.

Ein klares Ja zur Landesgartenschau

Der Gemeinderat hat die Entscheidung darüber, ob Überlingen die Landesgartenschau 2020 ausrichtet, in die Hände der Bürgerinnen und Bürger gelegt. Und die sagten: Ja! Diesen Schritt hat vor Überlingen – freiwillig – so noch keine andere Stadt gemacht.

 

Bürgerwerkstätten

Bei drei Bürgerwerkstätten 2011 und 2012 hatten die Überlingen schon zu einem frühen Zeitpunkt die Gelegenheit, ihre Ideen einzubringen. Themen der beiden ersten Workshops 2011 waren die Daueranlagen, das Gartenschaujahr 2020 sowie die Ausstellungsorte. Vor der Auslobung des Ideen- und Realisierungswettbewerbs 2012 wurden die Bürgerinnen und Bürger miteinbezogen, um die Inhalte der Auslobung zu diskutieren. Wünsche waren zum Beispiel ein Bürgerpark für Familien und Jugendliche im Westen, die durchgängige Begehbarkeit des Grabensystems oder ein autofreier Mantelhafen beim Hotel Ochsen und bei der Polizei. Einig waren sich die Teilnehmer der Workshops beim Thema Mobilität: Autos sollen an den Stadteingängen abgefangen werden. Vorschläge aus dem Ideenpool der Bürger flossen in die Ausschreibung mit ein. 

 

Der Bürgerentscheid

Der Gemeinderat legte die Entscheidung darüber, ob Überlingen die Landesgartenschau 2020 ausrichtet, in die Hände der Bürgerinnen und Bürger. Dem Bürgerentscheid am 28. April 2013 vorausgegangen war der landschaftsplanerische Ideen- und Realisierungswettbewerb. Zur Abstimmung stand der Siegerentwurf von relais Landschaftsarchitekten. Die Frage lautete: Sind Sie dafür, dass die Stadt Überlingen 2020 die Landesgartenschau ausrichtet? 59,6 Prozent der stimmberechtigten Überlinger antworteten mit Ja.

 

 

Bürgerforum und Sachgespräche

Eine intensive Bürgerbeteilung findet zur geplanten Umgestaltung der Uferpromenade und des Landungsplatzes statt. Das Bürgerforum dazu fand am 9. Juni im Gemeinschaftshaus in Nußdorf statt. Sachgespräche zu den Themen Verkehr und Gewerbe folgten am 16. Juni. Die Protokolle stellen wir für Sie als Downloads zur Verfügung.

  

Bürgerforum Umgestaltung Uferpromenade

Sachgespräch Gewerbe Umgestaltung Uferpromenade

Sachgespräch Verkehr Umgestaltung Uferpromenade