News

Grosses Interesse an Baustellenführung und Workshops

05.03.2017

Wie groß das Interesse am künftigen Landesgartenschaugelände ist, zeigte sich am Samstag: Zur ersten Führung über die Baustelle nach der Winterpause kamen rund 180 Überlingerinnen und Überlinger. In drei Gruppen führte das LGS-Team über die Bahnhofstraße zum Uferpark, wo schon viel von der künftigen Gestaltung des Bodenseeufers erkennbar ist.

 

Zuvor, bei der Begrüßung im Garten der LGS-Geschäftsstelle, hatte Oberbürgermeister Jan Zeitler den Gästen versprochen, „dass Sie einiges sehen werden, was Sie so nicht erwartet hätten.“ Und er hatte nicht zu viel versprochen, was die positive und begeisterte Resonanz nach der Führung bestätigte. Rund 60 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich am anschließenden Workshop zur Nutzung des Uferparks nach 2020 im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf.

 

Der Oberbürgermeister, der bereits drei Tage zuvor mit dem Landrat auf der Baustelle gewesen war und am Samstag wegen eines anderen Termins nicht an der Führung teilnehmen konnte, steckte die Überlinger mit seiner Begeisterung an. „Freuen Sie sich drauf, denn es wird ein spannender Tag“, womit er auch den Workshop im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf einschloss. Dort wurde schließlich nach der Führung konstruktiv und engagiert über die Frage diskutiert, wie der Park nach der Landesgartenschau genutzt werden soll und welche Wünsche und Bedürfnisse die Bürger haben.

 

Chance für die Stadt

„Ich bin deshalb so begeistert von der Landesgartenschau, weil wir damit die Chance haben, aus einer Brache im Westen etwas machen zu können, was einen großen Mehrwert für die ganze Stadt und Generationen hat. Es ist nun an Ihnen, uns zu sagen, was nach 2020 möglich sein soll. Sie können Zukunft mitgestalten“, so Jan Zeitler. „Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Entwicklung Ihrer Stadt. Geben Sie uns Impulse, das ist uns wichtig.“

 

Und das ließen sich die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Workshop nicht zweimal sagen, nachdem Roland Leiter, Geschäftsführer der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, die wesentlichen Punkte der Uferparkplanung und die Spiellandschaft skizziert hatte, und kurz auf die Bürgerbeteiligung der Jugendlichen eingegangen war. „Heute steht die Nutzung des Uferparks nach 2020 im Vordergrund“, sagte Leitner. „Denn eine Grünfläche ist, auch wenn sie fertig gebaut ist, nicht fertig. Sie wächst und entwickelt sich weiter. Damit es eine Fläche wird, die Generationen erfreuen und die von möglichst vielen gerne genutzt wird, müssen wir die künftigen Nutzer in diesen Prozess miteinbeziehen.“

 

Die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH wolle die Voraussetzungen dafür schaffen und gegebenenfalls im Gelände Vorbereitungen treffen für spätere Nutzungsmöglichkeiten. Daher sei die vom Gemeinderat gewünschte Bürgerbeteiligung schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt anberaumt worden. „Wir wollen uns nichts verbauen“, so Roland Leitner.

 

Was fehlt und was möchten Sie gerne wo im Park verortet haben? Um diese Fragen zu beantworten ging es in Kleingruppen an fünf Tischen an die Ideenfindung und ans Brainstorming. Das Fazit nach einer guten Stunde angeregten Meinungsaustausches: einige Punkte wie Gastronomie, Freilichtbühne und Plätze für Taucher wurden an allen fünf Pinnwänden von den Moderatoren mit Klebezetteln fixiert. Aber es gab noch viele andere Ideen: Ruhezonen mit Kunstobjekten, Barfußpfad, Kräuterpfad, Kneippanlage, Großsportgeräte, Trinkstellen, Infotafeln zur Unterwassertopografie oder zur Natur, Grillplätze, Zeltplatz für Radfahrer, Nutzgarten, Seebühne, Notrufsäule, Anlegestelle für Segelboote, Hundestrand, FKK-Strand, Klangspiele, ein Baumhotel und vieles mehr.

 

Nächste Bürgerinformation am 23. Mai

Eine Zusammenfassung aller Ergebnisse, aus dem Workshop in Nußdorf und der Jugendbeteiligung zur Nutzung des Uferparks nach 2020 sowie die Anregungen, die aus der Kinderbeteiligung für die Spiellandschaft gekommen waren, werden am Dienstag, 23. Mai, im Kursaal der Öffentlichkeit präsentiert.