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Waldorfkinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf

02.02.2017

Mit Naturmaterialien bastelten sich die Mädchen und Jungen des Überlinger Waldorfkindergartens ihre Spiellandschaft im Uferpark. Auf einer großen Holzplatte entstand aus Moos, Steinen, Rinden, Muscheln und Blättern ein Spielplatz, der keine Wünsche offenließ.

  

Mit dem Besuch des Waldorfkindergartens haben die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH und die Stadt Überlingen ihre Bürgerbeteiligung für die Kinder fortgesetzt. Die jüngsten Bürger der Stadt sollen ihre Anregungen zur zentralen Spiellandschaft im Uferpark einbringen.

 

Neun Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren haben sich beteiligt. Der Waldorfkindergarten unter der Federführung von Alexander Metzler und Miriam Eisenmann entschied sich für eine andere Herangehensweise als bisher. Nicht kognitiv, sondern experimentell sollten die Mädchen und Jungen an das Thema herangeführt werden. Sie hatten bereits am Vortag ein Bodenseeufer angelegt mit ersten Gestaltungselementen aus Naturmaterialien wie Moosen, Steinen, Rinden, Muscheln oder Blättern.

 

Ergänzt mit Ton waren das auch die Materialien, mit denen gebastelt wurde. Die Kinder konnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Zur Einstimmung hatte Erzieherin Miriam Eisenmann eine Geschichte erzählt. Die Geschichte eines Baumeisters, der einen Architekten bei der Gestaltung einer grünen Wiese um Rat bat. Der wiederum befragte Mutter, Oma, seine Frau und alle hatten keine Idee. Bis er endlich die wahren Experten fand: Die Kinder.

 

Dann ging es ans Basteln. Ideen, die im Lauf des Vormittags gesammelt wurden: Klettern, Aussichtspunkte, Inseln zum Verstecken, Inseln für Enten, Partyhöhle, Wasser in allen möglichen Formen, als Wasserlauf, als Kaskaden, als Fontäne, als Brunnen, außerdem Kletterhügel mit Rutsche, mit Leiter, schöne Steine als Kunstwerk, ein Babybecken für die Kleinen, Piratenschiff, Balancierelemente, Schaukeln und Seilbahn.

 

Fazit aus dem Gespräch mit dem Erzieherteam: Unebene Flächen sind wichtig, unterschiedliche Texturen und Strukturen ebenso, alle Sinne sollten angesprochen werden, Wind und Wasser erlebbar sein. Edith Heppeler, Leitung Planung, Bau und Betrieb der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, stellte abschließend die ersten Entwurfsskizzen der Landschaftsarchitektin Marianne Mommsen, relaisLA, zur Spiellandschaft „Lädi‘“ vor.