Konzept

Zahlen, Daten, Fakten

Der Zuschlag

Als die Nachricht aus Stuttgart am 22. Juni 2010 eintraf, war der Jubel groß. Erstmals wird in Überlingen eine Landesgartenschau am Bodensee stattfinden. Überlingen hatte Nürtingen ausgestochen und kann das 1250. Stadtjubiläum im Rahmen einer Landesgartenschau feiern.

 

Der Wettbewerb

Im Mai 2012 wurde der einstufige offene landschaftsarchitektonische Ideen- und Realisierungswettbewerb europaweit ausgeschrieben, 27 Arbeiten gingen mit Tarnnummern in die Jurierung. Im Oktober 2012 tagte das Preisgericht und kürte das Büro relais Landschaftsarchitekten Stuttgart zum Sieger. Begründung: Die Planer stellen dem urbanen Ufer der historischen Altstadt einen konsequent landschaftlich geprägten Entwurf gegenüber, mit weichen Formen in der Geländegestaltung. Die Arbeit greift in ausgezeichneter Weise bestehende Elemente der lokalen Landschaft auf und führt sie zu einem für Überlingen spezifischen Entwurf zusammen. Auf der Basis der preisgekrönten Entwürfe erfolgte die weitere Planung der Landesgartenschau 2020.

 

Die Ziele der Planung

Am Uferbereich West des Bodensees entsteht ein attraktiver Bürgerpark mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Die Ufermauer fällt zugunsten einer bewegten Topographie am See. Der gesamte Uferbereich wird ökologisch aufgewertet.  Neue Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen entwickeln sich.  Ein zentraler Aufenthaltsbereich mit Spiellandschaft erhöht den Freizeitwert.

 

Planungsansatz

  • Im Bereich des westlichen Parkabschlusses wird das Relief vor der Sylvesterkapelle zu einem direkt am Wasser gelegenen Aussichtshügel aufgefaltet.
  • Entlang der Hauptwege liegen langgestreckte Sitzelemente.
  • Es entsteht ein lebendiges Relief durch unterschiedliche Böschungsneigungen Böschungshöhen und Geländemodellierung.
  • Der Uferbereich insgesamt wird als Abfolge steilerer Abkantungen und flacherer Kiesabschnitte entwickelt.
  • Die wechselnden Wasserstände des Bodensees werden erlebbar gemacht.
  • Im Inneren des Uferparks West ist eine Spiellandschaft mit hohem Freizeitwert geplant.
  • Ausgedehnte multifunktionale Wiesenbereiche wechseln sich ab mit intensiven Staudenflächen und Gehölzstrukturen
  • Der östliche Teil des Parks erhält angrenzend an den neuen Stadtplatz am Bahnhof einen Aussichtspunkt.

 

Die GmbH

Am 15. Mai 2014 gründeten die Stadt Überlingen und die Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH, bwgrün.de, die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH. Die Stadt hält ein Stammkapital in Höhe von 66,67 Prozent. Gleichzeitig wurde der Durchführungsvertrag, der die Zusammenarbeit der beiden Gesellschafter regelt, unterzeichnet. Die Gesellschaft ist über drei Organe organisiert: Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung.

 

Der Haushalt

  • Durchführungshaushalt: 10 Millionen Euro, städtischer Anteil 2 Millionen Euro
  • Daueranlagen: 10,8 Millionen Euro

Fünf Millionen Euro erhält Überlingen aus dem Förderprogramm „Natur in Stadt und Land“ des Landes. 5,8 Millionen Euro muss die Stadt selbst finanzieren. Weitere Fördermöglichkeiten werden geprüft und beantragt.

 

Das Gelände

  • Uferpark West: rund sechs Hektar
  • Mantelhafen: rund ein Hektar
  • Ausstellungsflächen in bestehenden öffentlichen Anlagen einschließlich Stadtgarten und Gräben: rund 11,5 Hektar

 

Der Zeitplan

  • Herbst 2016: Baubeginn Bereich westlich des Stellwerks
  • Sommer 2017: Baubeginn ehem. Grafsches Gelände
  • Herbst 2017: Baubeginn Mantelhafen und Uferpromenade
  • Herbst 2018: Beginn der ersten Arbeiten für das Ausstellungsjahr
  • Herbst 2019: Fertigstellung Daueranlagen